Im Schatten des Eisernen Vorhangs Schöne neue Vielfalt
Über den Film:
Während des Kalten Krieges war an der Grenze zwischen West- und Ostblock jeweils eine Welt zu
Ende. Im Herbst 20 Jahre später bietet sich ein neues Bild: Fruchtbare Landschaften,
exotische Tiere und tatkräftige Bauern, welche die Kunden des Kalten Krieges zu heilen
versuchen. So sind diese Regionen noch immer auf ganz besondere Weise einzigartig.
Die früher kaum zugänglichen Sperrgebiete, in dessen Umfeld das Leben und Wirtschaften
ganz eigenen Regeln unterlag, wurden nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs als
außergewöhnliche Natur- und Kulturlandschaften wiederentdeckt.
Die Dokumentation von Matthias Hoferichter unternimmt eine Herbstreise entlang dies nun
grünen Bandes von Süden nach Norden. Und trotz der Unterschiede der Länder stößt er in
allen Grenzregionen auf die gleichen Probleme. Wie können es die Landwirte hier schaffen,
die über Jahre vernachlässigten Gebiete neu zu bewirtschaften? Wie finden sie sich
zurecht in den meist ausgebluteten Regionen, welche häufig unter hoher Arbeitslosigkeit
leiden? Die ehemaligen Sperrzonen gewinnbringend zu nutzen, erfordert von den lokalen
Landwirten harte Arbeit und neue Ideen. Die, die geblieben sind, müssen sich den
Gegebenheiten anpassen. Jeder auf seine Art.
In Bulgarien trocknen und verarbeiten Kräuterbauern die Erträge des warmen Sommers
während in Ungarn die Weinleise bevorsteht. In Deutschland züchten mecklenburgische
Bauern vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, die anderswo bereits verschwunden sind.
Auf der estnischen Insel Hiiumaa begehen Landwirte mit ökologischer Rinderzucht neue
Wege während im hohen Norden Finnlands Rentierzüchter des samischen Urvolks jahrhundertealte
Traditionen aufrecht erhalten.
Die Reise entlang der ehemaligen Grenze entdeckt Landschaften und Menschen, welche im Schatten
des Eisernen Vorhangs eine einmalige Geschichte erfahren haben und dem Besucher
faszinierende Blicke auf das Leben vor und nach der Grenzöffnung bieten.
Das Projekt wurde kofinanziert von der Europäischen Kommission, GD Landwirtschaft
und ländliche Entwicklung. Die Kommission ist nicht verantwortlich für den Inhalt
dieser Veröffentlichung und dessen Verwendung. Die alleinige Verantwortung liegt beim Autor.