Zu Zeiten des Kalten Krieges dröhnten hier Panzer der Roten Armee und der Nationalen
Volksarmee und wühlten die Erde auf. Später wurden viele dieser Truppenübungsplätze
aufgegeben, beispielsweise "Lieberose", nördlich von Cottbus, oder "Jüterbog"
zwischen Dessau und Berlin. Jahrzehnte lang völlig abgeriegelt, konnten die
Flächen nun wieder von Zivilisten betreten werden - mit einem überraschenden Ergebnis:
Durch die weiträumige und strikte Absperrung siedelten sich auf den Militärflächen Tier-
und Pflanzenarten an, die an anderen Stellen längst verschwunden sind - Fischotter,
Seeadler und Smaragdeidechse, an manchen Stellen sogar Wölfe, die aus Polen herübergekommen sind.
Der Film dokumentiert die wichtigsten und charakteristischen Lebensräume ehemaliger und
noch genutzter Truppenübungsplätze mit ihrer typischen Flora und Fauna.
Im Vordergrund steht die Biologie der verschiedenen Lebensräume. Kleine Geschichten
werden erzählt von Röhrenspinne bis Laufkäfer, von Ödlandschrecke bis Smaragdeidechse,
Wiedehopf, Fischadler und Kranich usw., von Tieren also, die in unserer Kulturlandschaft
nur (noch) wenig oder gar keinen Platz finden, hier aber eine neu geschaffene Heimat haben.