Natur auf einem internationalen Großflughafen? Fast alle Flugplätze, egal welcher Größe,
ziehen Wildtiere an. Überall auf der Welt. Der Flughafen Frankfurt ist einer der größten
Europas, zentrale Drehscheibe für Personen- und Frachtverkehr in alle Welt und der größte
Wirtschaftsfaktor in der Region. In Stoßzeiten hebt hier alle 30 Sekunden ein Jet ab und
überfliegt ökologisch wertvolles Brachland, Feuchtwiesen, Heidelandschaft und Sumpfwälder -
Lebensräume, von denen einige nach europäischem Recht geschützt sind.
Füchse, Singvögel und Krähen gehören zu den charakteristischen Bewohnern von Flughäfen.
Es ist erstaunlich, wie gut diese Tiere in der Lage sind, sich an den intensiven
Flugverkehr und seine potenziellen Gefahren anzupassen. Auf dem Flugfeld brüten
neben den qualmenden Reifen der landenden Jets Lerchen, ziehen Füchse und
Feldhasen ihre Jungen auf. Unter den Abflugschneisen und im Lärm der startenden
Jets gebären Hirschkühe ihre Jungen, brüten Eisvogel, quaken Laubfrösche.
Intuitiv meiden die Tiere die unmittelbare Nähe der Riesenvögel. Sie haben
gelernt, dass die bei genügender Distanz ungefährlich sind. In den Auwäldern
leben Schwarzmilan und Waldohreule, Spechte und verschiedene Fledermäuse,
vom Aussterben bedrohte Großkäfer wie Heldbock und Hirschkäfer.
Der Film zeigt die einzigartige und überraschend wilde Natur auf und an
Flughäfen im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie am Beispiel
des Frankfurter Großflughafens. Natur und Technik begegnen sich hier
so intensiv wie kaum woanders - ein unvergleichliches Neben- und
Miteinander zweier so verschiedener Lebensformen aber auch ein ständiges
Spannungsfeld. Denn viele der hiesigen Lebensräume werden in den nächsten
Jahren verschwinden. Allerorten wird gebaut und modernisiert; jeder
Quadratmeter genutzt. Für viele Tiere und Pflanzen wird der Platz auf
und am Flughafen bedrohlich eng ...